Der Haarausfall und die Auswirkungen auf die Psyche

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Das ausgefallene Haar im fortgeschrittenen Stadium, lässt sich vom Betroffenen nur bedingt verbergen. Das Tragen von Kopfbedeckungen, schränkt nur temporär die Sicht auf das ausgefallene Haar ein. Über kurz oder lang, muss der Betroffene sich selbst und seine Mitmenschen mit dem fehlenden Haar konfrontieren. Dieser Umstand wirkt sich natürlich auf die Psyche aus. Volles Haar repräsentiert nicht nur Gesundheit und Vitalität, sondern auch erotische Anziehung, Stärke und eine definierte Kopfform. Betroffene haben durch den Haarverlust oftmals das Gefühl, eben genau diese Merkmale verloren zu haben. Das eingeschränkte Selbstbewusstsein und die angeschlagene Psyche, spiegeln sich in der Gesellschaft wider. Gerade im Beruf ist ein starkes Selbstbewusstsein häufig erforderlich, um die eigene Person durchzusetzen. Aber auch in der Partnerschaft, spielen Selbstbewusstsein und erotische Anziehungen eine wichtige Rolle. Um die psychischen Defizite zu kompensieren, setzen viele Betroffene auf spezielle und oftmals kostenspielige Behandlungsmethoden, wie zum Beispiel Haartransplantationen, welche in Form von eingesetzten Haarwurzeln für mehr Lebensfreude sorgen können.

Die Bedeutung der Haare

Die Bedeutung der Kopfbehaarung spielt seit tausenden von Jahren eine wichtige Rolle in der Gesellschaft. Im alten Ägypten kamen bereits hochwertige Perücken zum Einsatz, welche nicht selten mit Goldstaub verziert waren. Auch die Kelten, im 8. Jahrhundert vor Christi legten Wert auf die Ausdrucksstärke der Haare. Sie trugen das Haar lang, um von Stärke und Fruchtbarkeit zu überzeugen. Haare mit KlammerSelbst in der Bibel wird das lange Haar von Samson, dem Israelitenführer erwähnt. Es verlieh ihm übermenschliche Kräfte, weshalb er es niemals abschnitt. Um 500-400 vor Christi spielte bei den Griechen sogar die Form der Haare eine wichtige Rolle. Diese trugen das Haar gelockt und symbolisierten dadurch nicht nur einen Modetrend, sondern setzen auch ein Zeichen. Die lange Lockenpracht in der griechischen Epoche galt als wild und unbändig. Sie repräsentierte Freiheit, Lebensfreude und Veränderungen. Selbst in der griechischen Mythologie spielt das Thema Haare eine wesentliche Rolle. In Bezug auf die Medusa, welche im Tempel der Athene von Poseidon verführt wurde, galten die ehemals schönen Locken, nachdem Athene sie in eine Gorgone verwandelte, jedoch als Ausdruck für Gefahr und wurden zum Fluch der einst schönen, jungen Frau.

Das Schönheitsideal und seine Beeinträchtigungen

In der heutigen Gesellschaft, werden Haare nicht nur besonders auffällig in Szene gesetzt, sondern teilweise abrasiert. Zum einen mag die Ambition darin liegen, eine markante Lebenseinstellung zum Ausdruck zu bringen, zum anderen wird mit einer Glatze nicht selten, der kreisrunde Haarausfall eliminiert. Haarausfall ist hormonell oder erblich bedingt und kann mäßig bis erfolgreich behandelt werden. In einigen Fällen berichteten Medien bereits davon, dass nach langjähriger Anwendung von Haarfärbemitteln, einige Anwenderinnen einen plötzlichen Haarausfall zu verzeichnen hatten. Der Verlust der Haare, ist für die Betroffenen oftmals nur schwer bis gar nicht zu akzeptieren. Haare gelten nicht nur als Schönheitsideal, sondern repräsentieren auch ein erfolgreiches und selbstbewusstes Auftreten, sowohl im Beruf, als auch in der Gesellschaft. Zahlreiche Hersteller spezialisieren sich auf Pflegeprodukte für die Haare und werben unter anderem mit „Doping für die Haare“. Das daraus resultierende Schönheitsideal, beschränkt sich deshalb ausschließlich auf volle und natürlich gesunde Haare.

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